| Eferdinger Landl-Erdäpfel werden bunter
Die erfolgreichste landwirtschaftliche Regionalmarke in Oberösterreich wächst weiter. Seit der Gründung im Jahr 2002 stieg der Umsatz in jedem Jahr zweistellig. Auch in der abgelaufenen Erntesaison konnte ein Umsatzplus von 19% verzeichnet werden.
"Wir profitieren sicher vom Trend zu regionalen Lebensmitteln. Der Bezug zur Region wird gerade durch die Globalisierung verstärkt. Natürlich muss auch der Geschmack und die Qualität stimmen", erklärt Geschäftsführer Ewald Mayr die Erfolgsgeschichte.
Bunte Erdäpfel als "Adern-Putzer"
Die Erdäpfel der Landl-Bauern werden bunter. Neben den klassischen gelbfleischigen Erdäpfel wurden heuer erstmals violett- und blaufleischige Erdäpfel angepflanzt. "Diese Sorten sind bis zu 170 Jahre alt. Neben dem erdigen Geschmack bilden die Erdäpfel auf den Teller auch eine optische Augenweide", weist Obmann Manfred Schauer auf die Besonderheit hin.
Erstmals in Oberösterreich werden die Färbigen auch im Einzelhandel angeboten. Der Maximarkt konnte als Vertriebspartner gewonnen werden.
Schauer schwört auch auf die gesundheitliche Wirkung dieser Farb-Raritäten: "Der Farbstoff Anthocyan ist ein sekundärer Pflanzenfarbstoff. Wissenschafter aus Boston haben festgestellt, dass dieser Farbstoff als Bioputzmittel für Adern dient. Es befreit diese von Kalkablagerungen und beugt somit Infarkte vor".
Neue Absatzmärkte
Für die kommende Saison erwartet Geschäftsführer Ewald Mayr eine deutliche Umsatzsteigerung: "Wir haben mit Beginn der Saison neue Absatzmärkte erschlossen. Deshalb haben wir für die heurige Saison einen Umsatzzuwachs auf 700.000 Euro eingeplant". |

Obmann Schauer mit den bunten Erdäpfel |
Erdäpfelflächen steigen gegen den europaweiten Trend
Die Erdäpfelpreise sind in der neuen Saison unter Druck geraten. Obmann Manfred Schauer: "Erdäpfelanbauer aus Ostösterreich haben besonders zur Heurigenernte und bei Einlagerungsaktionen massives Preisdumping betrieben. Europaweit sind die Erdäpfelpreise höher als in Österreich". Diese Entwicklung ist auf steigende Anbauflächen zurückzuführen. Die Speiseerdäpfelflächen in Österreich sind um 6% gestiegen sind, die Früherdäpfelflächen sogar um 18 %. Hingegen sind die Flächen im restlichen Europa wegen den hohen Produktionskosten fallend.
Österreicher bevorzugen frische Erdäpfel
Der Österreicher setzt bei den Erdäpfeln auf Frische. Während die Engländer 18 kg Tiefkühl-Erdäpfel essen, kömmt der Österreicher auf bescheidene 4,5 kg.

Erst-Präsentation der färbigen Erdäpfel mit der Kammerspitze: v.l.n.r. Landwirtschaftskammer-Präsident Ökonomierat Hannes Herndl, Landwirtschaftskammer-Vize Ing. Franz Reisecker, Obmann Mag. Manfred Schauer, Erdäpfelbäuerin Lisa Mayr.
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